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(26.01.2004) Mitgliederversammlung des Kolping-Blasorchesters stellte Weichen für das laufende Jahr
OBERWESEL. Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung des Blasorchesters der Kolpingsfamilie im katholischen Jugendheim zog der alte und neue Vorsitzende Dr. Udo Dittmayer Bilanz und gab einen Ausblick auf die Aktivitäten des bevorstehenden Jahres.
Dem Geschäftsbericht war zu entnehmen, dass das Orchester im vergangenen Jahr 43 Auftritte zu bestreiten hatte. Auch wenn in einzelnen Registern schmerzliche Abgänge zu verzeichnen waren, konnten bei der durchgeführten Nachwuchswerbeaktion sechs Jungen und Mädchen für eine Instrumentalausbildung gewonnen werden.
Von den insgesamt 51 Musikerinnen und Musikern des Vereins, den Nachwuchs eingeschlossen, sind 24 unter 18 Jahren, 17 gehören dem von Michael Johannes geleiteten Jugendorchester an. Die Zahl der fördernden Mitglieder blieb mit 162 konstant.
Besonders hob der Vereinschef in seinem Rückblick das in die Stadthalle verlegte Jahreskonzert des Blasorchesters hervor. Hierbei habe jeder spüren können, dass die bei der letzten Mitgliederversammlung beschlossene Qualitätsinitiative erste Früchte trage. Darüber hinaus hätten die angenehme Atmosphäre sowie die gute Akustik der Stadthalle ihren Teil zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen, weshalb man auch in Zukunft dort und nicht mehr in der Großsporthalle das Jahreskonzert aufführen werde. Vorausgesetzt, die Besucherzahl liegt weiterhin bei rund 300 Zuhörern.
Dittmayers Dank galt allen Aktiven, insbesondere Dirigent Alfons Kowalski für seine musikalische Arbeit sowie den beiden Jugendvertretern für ihr engagiertes Wirken. In seinen Dank schloss er auch das fördernde Mitglied Artur Bappert ein. Der 72-Jährige ist immer zur Stelle ist, wenn es darum geht, mit dem Auto Instrumente zur Reparatur zu bringen. Artur Bappert tut dies schon seit Jahren ehrenamtlich, ohne auch nur einen Cent Fahrtgeld zu fordern.
Der Kassenbericht des Kassierers Hermann-Josef Bappert ergab trotz der vielen Auftritte und zahlreicher eingegangener Spenden eine nicht ausgeglichene Bilanz. Bedingt waren die Mehrausgaben vor allem durch die notwendig gewordene Anschaffung einer neuen großen Trommel.
Generell haben Laienorchester heute das Problem, dass sie häufig unentgeltlich spielen sollen bzw. Honorarerhöhungen derzeit nicht durchsetzbar sind. Und das, obwohl die Ausgaben für Instrumente, Noten und Ausbildung ständig steigen. Förderndes Mitglied Karl Müller zeigte sich unter diesen Umständen generös und sagte zu, die Anschaffung des nächsten Notensatzes zu übernehmen.
Was das laufende Jahr angeht, startet das Blasorchester in Kürze eine weitere Nachwuchswerbeaktion. Zudem sieht der Terminplan eine ganze Reihe von Auftritten vor, so auch wieder beim Schützenfest in Kerpen-Horrem. Das Konzert des Blasorchesters findet am Sonntag, 28. März, in der Oberweseler Stadthalle statt.
Der Vereinsausflug in diesem Jahr führt voraussichtlich am Sonntag, 13. Juni, zu Fuß durch die Ehrbachklamm an die Mosel. 2005 wird es dann wieder eine mehrtägige Tour geben. Ziel: die Fränkische Schweiz, so der mehrheitliche Wunsch der Mitglieder.
Die Vorstandswahlen an diesem Abend brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender bleibt Dr. Udo Dittmayer. Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden stellvertretender Vorsitzender Hermann-Josef Bappert, Schriftführer Dieter Metzger sowie die Notenwarte Volker Giesen und Marius Stiehl. Neuer Instrumentenwart ist Christian Beckel. Er übernimmt dieses Amt von Christoph Metzger, der nicht mehr kandidierte. Die Jugendvertreter heißen Florian Linkenbach und Marius Stiehl. Beisitzer bleiben wie bisher Martin Escher, Udo Henrich und Bernhard Jäckel.
"Schade, dass keine Frau dem Vorstand angehört", kommentierte Kolping-Präses Pastor Bernhard Jakobs das Wahlergebnis. Was nicht ist, kann ja noch werden. Zumindest war es schon einmal in der Vergangenheit so. Im Übrigen besitzt das Blasorchester genügend geeignete Kandidatinnen. Sie müssen nur noch wollen.
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