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(05.04.2004) Kolping-Blasorchester zeigte sich beim Jahreskonzert in hervorragender Spiellaune
Glänzend aufgelegt präsentierte sich das Blasorchester der Kolpingsfamilie bei seinem diesjährigen Konzert in der Oberweseler Stadthalle. Der Musikverein lief zu einer tollen Leistung auf, die an die großen Konzerte vergangener Tage anknüpfte.
Das von Dirigent Alfons Kowalski ausgewählte und einstudierte Programm hatte es in sich. Der Melodienreigen erwies sich nicht nur als abwechslungsreich und hörenswert, sondern war auch voller Überraschungen und zudem recht anspruchsvoll. Kurzum: vom ersten bis zum letzten Ton bekamen die Zuhörer erstklassige Unterhaltung geboten. Nach der Auftaktmelodie erinnerten die Musiker mit einem swingenden "Glenn-Miller-Potpourri" an den legendären Bandleader, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Bei Titeln wie "String of Pearls" und "In the Mood" zeigte vor allem die fünfköpfige Saxofontruppe, was in ihr steckt.
Hiernach brillierte Allroundmusiker Martin Escher mit einem virtuosen Xylofonsolo in dem beschwingten Stück "Erinnerungen an Zirkus Renz". Das Publikum belohnte die atemberaubende und fehlerfreie Darbietung des Solisten mit Bravo-Rufen und anhaltendem Applaus.
Und schon ging es zum nächsten Höhepunkt, als ob bereits der Titel "Highlights from Hook", darauf hinweisen wollte. Bei diesem sinfonisch gesetzten Stück handelt es sich um eine Zusammenstellung der von John Williams komponierten Melodien zum gleichnamigen Spielberg-Film. Dem Blasorchester gelang eine für Laienmusiker bemerkenswerte Darbietung des anspruchsvollen Arrangements. Musik auf Höchststufenniveau wurde zum Hörereignis eines staunenden Publikums.
Nicht minder überraschend das musikalische Hauptthema aus dem Trickfilm "Chicken Run", mit dem das Blasorchester sich in die Pause verabschiedete. Wie der Film steckt auch die Musik voller Komik und humoristischer Effekte, die das Kolping-Orchester ebenso schrill und pfiffig zu intonieren verstand.
Den zweiten Teil des Konzerts eröffnete das Jugendorchester unter Leitung von Michael Johannes. Die Jungen und Mädchen spielten sich mit "Der kleine Tambour" und "Rogue River Venture" in die Herzen der Zuhörer. Andrea Beck-Dittmayer und Hermann-Josef Schuck, die als Moderatoren durch den Abend führten, versprachen, dass die jungen Musiker beim Finale noch einmal auf die Bühne zurückkehren würden.
Jetzt waren die Erwachsenen wieder an der Reihe, und zwar mit dem Marsch "Martini" von Jacob de Haan. Mit einem sinfonischen Porträt der "West Side Story" von Leonard Bernstein servierte das Blasorchester einen weiteren Leckerbissen. Das Publikum war von der musikalischen Darbietung sichtlich begeistert, zumal das gespielte Arrangement von Manfred Schneider die vielen Facetten dieses klangschönen Musicals eindrucksvoll nachzeichnet.
Auch die Freunde der traditionellen Blasmusik kamen auf ihre Kosten. Ob der Marsch "Hoch Heidecksburg", die Polka "Ein neuer Tag" oder "Salto Mortale", sie alle trafen den Geschmack des Publikums. Die beiden letzten Stücke wurden übrigens im großen Finale gemeinsam mit den Nachwuchsmusikern aufgeführt. Ein schönes Schlussbild und zugleich symbolischer Akt, mit dem die Jungen und Mädchen offiziell in das Blasorchester aufgenommen wurden.
Bleibt zu wünschen, dass die Jugendlichen so lange bei der Stange bleiben wie Saxofonist Joachim Bappert, der an diesem Abend für 30-jähriges aktives Musizieren mit der goldenen Ehrennadel des Landesmusikverbands ausgezeichnet wurde. Wie in den Vorjahren gibt es auch von diesem Konzert wieder einen Live-Mitschnitt auf CD, die Interessenten beim Vorsitzenden Dr. Udo Dittmayer bestellen können.
Fotos vom Jahreskonzert 2004
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