» Startseite
» Termine
» Fotogalerie
» 80. Jubiläum
» Vorstand
» Besetzung
» Jugend
» Ausbildung
» Mitgliedschaft
» Chronik
» Presse
» Kontakt
» Impressum |
(12.04.2007) Kolping-Blasorchester beim Jubiläumskonzert in Höchstform
In schmucker, neuer Uniform präsentierten sich die Musikerinnen und Musiker des Blasorchesters der Kolpingsfamilie Oberwesel. Und mit einem völlig neuen Konzept in der Programmgestaltung boten sie Blasmusik vom Feinsten.
Aus dem breiten musikalischen Spektrum der Filmmusik hatte Dirigent Alfons Kowalski ein Programm zusammengestellt, das von fetzigen Big Band-Klängen über nostalgische Melodienseligkeit bis hin zu anspruchsvoller symphonischer Filmmusik alles bot, was das Publikum zu begeistern vermag. Selbst die Marschmusik-Fans kamen nicht zu kurz.
Nach dem einleitenden flotten Filmsong „Wir machen Musik“ zählte Moderatorin Andrea Beck-Dittmayer den Countdown zum Start des Raumschiffs Orion aus der Fernsehserie „Raumpatrouille“. Und schon bebte die Stadthalle bei der Titelmelodie, die mit wuchtigen Posaunenklängen begann und sich immer höher schraubte – bis zum 3-gestrichenen „D“ im Trompetenregister.
Darauf folgte der Evergreen „Mitternachtsblues“ aus einem deutschen Film, den heute keiner mehr kennt. Umso bekannter sind die Titel der Filme, für die der berühmte Filmkomponist Henry Mancini die Musik geschrieben hat: „Der rosarote Panther“, „Frühstück bei Tiffany“, „Die Dornenvögel“ u. a. m. Daraus stammende Melodien wie „Moon River“, „Baby Elephant Walk“ und „Charade“ waren in einem hervorragend arrangierten Potpourri zusammengefasst, das Orchester und Solisten Gelegenheit bot, ihr musikalisches Können zu zeigen. Ein erster Höhepunkt im Programm.
Mit „Always Look on the Bright Side of Life” gab es einen Ausflug in die Welt des britischen Humors. Das Stück aus dem Monty Python Film “Das Leben des Brian” verführte gar manchen Zuhörer zum Mitpfeifen.
Es folgte der Marsch „Aces High“ aus „Luftschlacht um England“. Danach verabschiedeten sich die Musikerinnen und Musiker mit Filmmusik im Breitleinwand-Format in die Pause: Die Ouvertüre zu „Lawrence von Arabien“ bot opulente Kinosymphonik mit arabischem Flair. Ein farbiges, spannendes Werk, das die endlose Weite der Wüste und das Flimmern der Wüstensonne plastisch vor Augen führte. Wie gut diese Musik beim Publikum ankam, zeigte der lang anhaltende Beifall.
Die zweite Hälfte eröffnete das Jugendorchester mit den Titeln „Crazy Little Thing Called Love“ und „’54, ’74, ’90, 2010“. Mit diesen modernen, stimmungsvollen Stücken war es ein Leichtes, die Zuhörer für sich zu gewinnen. Natürlich wurde eine Zugabe gefordert. Mit „I will follow him“ verabschiedeten sich die jungen Musikerinnen und Musiker mit ihrem Dirigenten Michael Philipps. Für diesen war es leider das letzte Konzert als Dirigent des Jugendorchesters, da er aus beruflichen Gründen die Leitung abgeben wird. Der ganze Verein sprach ihm für seine geleistete Arbeit einen herzlichen Dank aus und auch das Publikum dankte ihm mit einem kräftigen Applaus.
Das Blasorchester setzte danach das Programm mit der Titelmelodie aus der Westernserie „Bonanza“ fort. In rasantem Galopp ging es dabei kreuz und quer durch die Tonarten. Faszinierend, was für ein unterhaltsames, abwechslungsreiches Stück die Arrangeure Tailer und Saurer aus der nur 8-taktigen Melodie gemacht haben.
Filmmusik von John Williams steht seit beinahe zwei Jahrzehnten auf dem Programm des Blasorchesters und begeisterte immer wieder das Publikum. Nicht anders diesmal mit Musik aus „Krieg der Sterne“, „E.T.“ und vor allem dem unter die Haut gehenden Tubathema aus „Der weiße Hai“.
Danach kamen Freunde der Marschmusik bei dem temperamentvollen, flotten „The Police Academy March“ einmal mehr auf ihre Kosten.
Zu musikalischer Höchstform lief das Orchester bei einem James Bond Medley auf. Sei es das pulsierende „James Bond Thema“, „For your eyes only“ oder „Goldfinger“ – nicht nur eingefleischte Fans des Genres waren spürbar begeistert.
Dem Komponisten der Karl May-Filme, Martin Böttcher, gelang 1962 etwas aus heutiger Sicht Unglaubliches: Die „Old Shatterhand-Melodie“ stand 17 Wochen lang auf Platz eins der Hitparade. Diese elegische Melodie hatte Dirigent Alfons Kowalski bereits vor 20 Jahren für sein Blasorchester arrangiert und damit, damals wie heute, der deutschen Filmmusik Tribut gezollt. Die Ouvertüre aus „Ben Hur“ versetzte die Zuhörer in das Palästina zur Zeit Jesu. Diese oscarprämierte Musik von Miklos Rozsa (1959) gilt als der Höhepunkt der symphonischen Filmmusik. Sie ist „klassisch“ komponiert und von zeitloser Schönheit. Hochmotiviert stellte sich das Blasorchester dieser Herausforderung – mit beeindruckendem Erfolg.
Die Musik aus „Der Herr der Ringe“ beschreibt J.R.R. Tolkiens Fantasiewelt mit satten Klängen, über denen sich wunderschöne Melodien erheben. Gleich zwei Oscars brachte sie dem Komponisten Howard Shore ein – zu Recht. Und dem Blasorchester bescherte sie zum Schluss des Konzerts einen Sturm der Begeisterung. Erst nach zwei weiteren Filmmärschen als Zugaben wurden die Musikerinnen und Musiker von der Bühne entlassen.
Das Moderatorenduo Andrea Beck-Dittmayer und Jürgen Dittmayer, das zum wiederholten Male durch den Abend führte, waren gut aufgelegt und bildeten informativ und mit viel Witz einen unterhaltsamen Rahmen für das Programm.
Wer sich für einen Live-Mitschnitt des Konzerts auf CD interessiert, kann sich an den 1. Vorsitzenden Dr. Udo Dittmayer (Tel. 06744/1531) wenden.
Fotogalerie: Jahreskonzert 2007
|