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(03.04.2009) Kolping-Blasorchester überzeugte mit stilsicheren Interpretationen und vielseitigem Repertoire
Voll besetzt war die Oberweseler Stadthalle als das Blasorchester der Kolpingsfamilie mit „Wir machen Musik“ zu seinem Jahreskonzert aufspielte. Auf das einleitende beschwingte Mottolied des Orchesters folgte der „Mars der Medici“, ein Konzertmarsch aus dem Jahr 1938. Das Moderatorenduo Andrea Beck-Dittmayer und Jürgen Dittmayer, das nun schon zum vierten Mal gemeinsam durch das Programm führte, konnte unter den Zuhörern auch viele junge Gesichter ausmachen. Informativ und mit viel Humor führten sie souverän durch das abwechslungsreiche Programm. Dirigent Alfons Kowalski ist es wieder einmal gelungen, einen mitreißenden und gleichzeitig anspruchsvollen Melodienreigen zusammenzustellen, der einige Überraschungen beinhaltete. Bei „Saxophone Date“, einem Solostück für Saxophone, begeisterte das siebenköpfige Saxophon-Ensemble des Vereins mit seinem Können. Das Stück war ein persönliches Geschenk des erst kürzlich verstorbenen Manfred Schneider, der im letzten Jahr das Jahreskonzert besucht hatte. Und natürlich ließ es sich das Orchester nicht nehmen, diese Komposition zu Ehren des bekannten Komponisten und Arrangeurs aufzuführen. Im Anschluss daran erklang die erste von zahlreichen Filmmusiken, die an diesem Abend präsentiert wurden. Die Titelmelodie aus dem amerikanischen Abenteuer- und Historienfilm „El Cid“ stammt aus der Feder des bekannten Komponisten Miklos Rozsa, der auch Film-Epen wie „Ben Hur“ oder „König der Könige“ erfolgreich vertonte. Es gelang eine einwandfreie Darbietung des äußerst anspruchsvollen Arrangements. Nach der „Südböhmischen Polka“ präsentierten die Musikerinnen und Musiker „Nessun Dorma“. Mit der Arie aus Giacomo Puccinis Oper „Turandot“ eroberte Paul Potts, der Gewinner der britischen Version von „Das Supertalent“, im Jahr 2007 die Herzen seiner Zuhörer im Sturm. Und dies gelang auch dem Orchester mit einer bewegen¬den Interpretation, bei der das Gesangsthema als Tenorhornsolo dargebracht wurde. Zum Abschluss der ersten Konzerthälfte wurden die Bretter der Musicalbühne betreten. „Starlight Express“ ist zweifellos eines der erfolgreichsten Musicals der Welt. Andrew Lloyd Webber verbindet darin unterschiedliche Stile wie Pop, Rock und Blues, was auch bei der Darbietung des Orchesters ausgezeichnet herauszuhören war. Nach der Pause bewies das Jugendorchester, dass sich der Verein um seinen Nachwuchs keine Sorgen machen muss. Mit den Titeln „Pink Panther trifft Fred Feuerstein“ und „Harry Potter und der Feuerkelch“ trafen sie genau den Geschmack des Publikums. Natürlich wurde eine Zugabe gefordert. Mit „The Bare Necessities“ verabschiedeten sich die jungen Musikerinnen und Musiker mit ihrem Dirigenten Martin Escher. Das große Orchester setzte danach das Programm mit dem „Graf-Zeppelin-Marsch“ von Carl Teike fort. Im Anschluss daran tauchten die Musikerinnen und Musiker wieder tief ein, in die Welt der Filmmusik. Zunächst erklang „Once upon a time in the West“. Die Titelmelodie des Westernklassikers (deutscher Titel: „Spiel mir das Lied vom Tod“) kann nur mit einer Gesangsstimme ihre volle Wirkung entfalten. Und so holte sich der Verein vokale Unterstützung bei Melanie Joras, die dem Stück die melancholische und zugleich jubilierende Grundstimmung einhauchte. Die Sopranistin begeisterte das Publikum mit ihrer Stimme und ihrem Gesang im Einklang mit den Musikern derart, dass es sich zu Jubelrufen hinreißen ließ. Vom Westernklassiker wurden die Zuhörer nun in die Abenteuerwelt des Indiana Jones versetzt. Die Filmmusik der Trilogie aus den 80er Jahren wurde von John Williams komponiert. Das anspruchsvolle Potpourri mit eingängigen Melodien, allen voran der „Raiders March“, war ein weiterer glanzvoller Höhepunkt an diesem Abend. Dem Orchester gelang eine für Laienmusiker bemerkenswerte und überzeugende Interpretation des Arrangements, welche mit stürmendem Beifall bedacht wurde. Bei „Comedians Gallop“ konnte das Publikum über einen atemberaubenden Sturm der Töne am Xylophon staunen. Solist Martin Escher zeigte, dass er nicht umsonst als ein musikalisches Multitalent gilt. Nach „Big Spender“, dem wohl berühmtesten Song aus dem Musical „Sweet Charity“, servierte das Blasorchester ein sinfonisches Porträt von „Annie get your gun“. Der bekannteste Titel „There’s no business like showbusiness“ und viele andere anmutige Melodien des Musicals wurden von den Musikerinnen und Musikern perfekt intoniert. Das begeisterte Publikum entließ das Orchester erst nach drei Zugaben und mit stehenden Ovationen von der Bühne. Auch in diesem Jahr wurde wieder ein verdienter Musiker ausgezeichnet. Aus den Händen des Kreisjugendmusikleiters Uwe Hanß erhielt Vorstandsmitglied Christian Beckel für 10 Jahre aktives Musizieren die bronzene Ehrennadel. Daneben gab es noch eine weitere, ganz besondere, Ehrung. Vorsitzender Dr. Udo Dittmayer wurde für 25 Jahre aktive Arbeit im Vorstand mit der Verdienstnadel in Gold ausgezeichnet.
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