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(31.01.2003) Neues, gesponsertes Keyboard bei der Mitgliederversammlung offiziell übergeben
Zur diesjährigen Mitgliederversammlung des Kolping-Blasorchesters konnte der Vorsitzende Dr. Udo Dittmayer eine stattliche Anzahl von Teilnehmern begrüßen, insbesondere aus den Reihen der fördernden Mitglieder.
Dies lag unter anderem daran, dass die Versammlung nach einem zweijährigen Zwischenspiel im Kolpinghaus auf Schönburg diesmal wieder im Jugendheim stattfand. Sicherlich war das große Interesse auch auf den Punkt neun der Tagesordnung zurückzuführen, der eine wichtige Weichenstellung für die zukünftige Vereinsarbeit ankündigte.
Zunächst jedoch gab der Vorsitzende einen Rückblick auf das abgelaufene Vereinsjahr. Danach trat das Blasorchester bei insgesamt 36 Veranstaltungen auf. Zum Proben trafen sich die 40 Musikerinnen und Musiker rund 60 Mal. Herausragendes Ereignis war nach Ansicht des Vorsitzenden zweifelsohne das 75-jährige Vereinsjubiläum im August. Eine gelungene Veranstaltung und zugleich eindrucksvolle Werbung sowohl für das Orchester als auch für die Stadt Oberwesel. Neben den zahlreichen befreundeten Musikvereinen boten vor allem die 76th U.S. Army Bigband aus Mannheim sowie die Popgruppe aus der lettischen Partnerstadt Tervete der Bevölkerung mitreißende Unterhaltung.
Darüber hinaus habe das Blasorchester seit Juli vergangenen Jahres einen eigenen Internetauftritt, der großen Zuspruch findet. Auch die Jugendlichen des Vereins waren rege und sorgten mit einem Zeltlager, einem Kegelabend sowie einem Besuch im Eislaufstadion für vielfältige Freizeitaktivitäten.
Was das laufende Jahr angeht, startet das Blasorchester im Mai eine weitere Nachwuchswerbeaktion. Zudem steht ein dreitägiger Jahresausflug nach Freiburg auf dem Programm. Ein besonderer Termin ist natürlich das Jahreskonzert am Sonntag, 6. April, das aus organisatorischen Gründen diesmal nicht in der Großsporthalle, sondern in der benachbarten Stadthalle stattfindet. Wichtigster Tagesordnungspunkt war wie bereits gesagt die Verabschiedung eines Maßnahmenkatalogs zur Steigerung der musikalischen Qualität. Voraussetzung dafür sei vor allem, so Vorsitzender Dittmayer, dass jedes Orchestermitglied regelmäßig an den Proben und Auftritten teilnehme und seine Stimme beherrsche. Dies war in der Vergangenheit leider nicht immer der Fall.
Um die Motivation zu erhöhen, sei aber auch der Dirigent gefordert, indem er die Orchesterproben abwechslungsreich gestalte und sich um ein interessantes, gefälliges Repertoire bemühe. Außerdem soll im Anschluss an die wöchentliche Probe die Gemeinschaft wieder mehr gepflegt werden. "Wenn diese Punkte konsequent verfolgt werden", war sich der Vorsitzende sicher, "kann das Blasorchester schon in naher Zukunft wieder an die Leistungen früherer Jahre anknüpfen." Denn der Verein kann inzwischen nicht nur auf zahlreiche Förderer setzen, sondern auch auf generöse Sponsoren, wie die dritte Instrumentenspende innerhalb von nur drei Jahren belegt. An diesem Abend war es der Oberweseler Unternehmer Klaus Sahr, der ein zum 75-jährigen Jubiläum gestiftete Keyboard offiziell an den Verein übergab.
Der Sponsor und zugleich förderndes Vereinsmitglied hatte sich in der Vergangenheit schon des Öfteren großzügig gegenüber dem Blasorchester gezeigt. Ein Beweis dafür, dass die Arbeit kultureller Vereine, die im Gegensatz zu den Sportvereinen nicht auf finanzielle Unterstützung seitens der öffentlichen Hand bauen können, zunehmend an Beachtung und Zuspruch gewinnt.
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