Blasorchester der Kolpingsfamilie Oberwesel am Mittelrhein (UNESCO Weltkulturerbe) im Tal der Loreley / zur Startseite


80-jähriges Jubiläum des BlasorchestersBlasorchester Musikverein Kolping Rheintal Oberweseler Kolpingblasorchester
Oberwesel Kolping Mittelrhein St. Goar Bacharach Tal der Loreley Mittelrheintal KolpingsfamiliePresse
» Startseite

» Termine
» Fotogalerie
» 80. Jubiläum

» Vorstand
» Besetzung
» Jugend
» Ausbildung

» Mitgliedschaft
» Chronik

» Presse
» Kontakt
» Impressum
Zu Gast bei Miss Marple und Frank Sinatra

(14.04.2003) Kolping-Blasorchester beeindruckte beim Jahreskonzert in der ausverkauften Stadthalle mit Evergreens und Filmmelodien

OBERWESEL. Konzerte des Blasorchesters der Kolpingsfamilie in der Stadthalle von Oberwesel standen schon immer unter einem guten Stern. So auch diesmal. Nach exakt zehn Jahren kehrte das Orchester eher "unfreiwillig" an die Stätte früherer Erfolge zurück, da die Großsporthalle aus organisatorischen Gründen nicht belegt werden konnte. Im Nachhinein sicherlich ein Glücksfall, denn die 40 Musikerinnen und Musiker überzeugten vor rund 300 Zuhörern mit einem ebenso beeindruckenden wie unterhaltsamen Konzertprogramm.

Man spürte, dass sich Dirigent Alfons Kowalski und sein Orchester in den letzten Wochen und Monaten intensiv vorbereitet hatten. Die Darbietungen zeigten für ein Laienensemble beachtliches Niveau sowie eine bemerkenswerte musikalische Reife. Und auch zwischen den Musikstücken war niveauvolle Unterhaltung angesagt. Mit Andrea Beck-Dittmayer und Michael Brahm führte erstmals ein Moderatorengespann durchs Programm, das sich gegenseitig die Bälle zuspielte und teils mit interessanten Erläuterungen, teils mit humorvollen Einlagen für Kurzweil sorgte.

Zum Auftakt spielte das Orchester traditionsgemäß "Wir machen Musik", sozusagen die Erkennungsmelodie und gleichzeitig Motto der Konzertveranstaltung. Ebenso beschwingt ging es weiter mit dem Marsch "The High School Cadets" von John Philip Sousa. Das erste Highlight des Abends setzte das Kolping-Orchester mit "Frank Sinatra in Concert", einem Potpourri mit Hits und Evergreens des erfolgreichen amerikanischen Entertainers. Titel wie "Something stupid", "Strangers in the night" oder "New York, New York" ließen das große Showbusiness musikalisch Revue passieren.

Nicht ganz so anspruchsvoll, dafür aber nicht minder unterhaltsam die anmutige Titelmelodie der früheren Miss-Marple-Filme in einem Arrangement von Manfred Schneider. Mit von der Partie war auch wieder das Jugendorchester unter Leitung von Michael Johannes. Die ehrgeizigen Nachwuchsmusikerinnen und -musiker glänzten mit den beiden Stücken "Mango-Cha-Cha" und "I will follow him" aus dem Film "Sister Act". Die gelungene Darbietung sowie die Tatsache, dass einige der Jugendlichen zum erstenmal vor großem Publikum spielten, lassen für die Zukunft hoffen.

Dann war das große Orchester wieder an der Reihe. Dabei ließ der Marsch "Bellinzona" aufhorchen. Nicht nur, weil es sich um einen Schützenmarsch aus der Schweiz handelt, sondern er klingt dazu noch sehr schön und ist hier bei uns wohl eher eine Rarität. Einen weiteren Höhepunkt des Abends bildeten "Trolley-Song" und "DO-RE-MI", zwei Melodien aus Film und Musical, die Dirigent Alfons Kowalski geschickt zu einem Medley zusammengefasst hatte. Weiche Hörnerklänge, hoch angereicherte Akkorde, die unter die Haut gingen, sowie ein geschlossenes sinfonisches Klangbild machten dieses Stück zu einem echten Hörgenuss. Weiter ging es mit den "Evergreens "Just a Gigolo" und "I ain't got Nobody" von Leonello Casucci. Bei diesen beiden swingenden Schlagern aus den 1920er-Jahren verstand es das Blasorchester vortrefflich, den Saal in ebensolche Schwingung zu versetzen, wobei Christoph Metzger am Tenorsaxophon ein bravouröses Solo hinlegte. Dass man auf einem Schmiedeamboss Musik machen kann, wenn man nur die richtigen Hämmer zur Hand hat, bewies eindrucksvoll Schlagzeuger Marius Stiehl bei der gleichnamigen "Amboß"-Polka.

Mit dem Konzertmarsch "Laridah" sowie zwei geforderten Zugaben verabschiedete sich das Blasorchester von einem dankbaren Publikum. Man darf gespannt sein, ob die Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder in der Stadthalle stattfindet.

Neben der Musik gab es auch zahlreiche Ehrungen für verdiente Musiker. Aus den Händen des Vorsitzenden des Kreismusikverbands Rhein-Hunsrück, Horst Peuter, erhielten Horst Henrich (Trompete), Werner Klockner (Posaune) und Waldemar Querbach (Klarinette) die goldene Ehrennadel mit Urkunde für 40 Jahre aktives Musizieren. Für 30 Jahre wurden Hermann-Josef Bappert (Schlagzeug), Horst Eisenhauer (Trompete) und Joachim Hutter (Tuba) ausgezeichnet. Für 10-jährige Mitgliedschaft gab es für Linda Hutter (Flöte), Susanne Persch (Flöte) und Daniel Stahl (Trompete) die bronzene Ehrennadel.